Im Normalfall entspricht die äußere Struktur ein Kurzgeschichte einem klassischen Dreiakter. Auch die innere Struktur folgt diesem Aufbau in drei Stufen.

Ddie Einleitung führt den Leser in die Geschichte. Sie stellt ihm den Protagonisten vor, zeigt ihm seinen Charakterzug und sein Motiv und führt ihm die Umgebung vor Augen. Im Hauptteil gerät der Protagonist in einen Konflikt, der sich mehr und mehr verschlimmert bis er am Ende unlösbar erscheint. Der Schluss liefert dann die folgerichtige Auflösung. Nach diesem Rezept sind so gut wie alle guten Kurzgeschichten aufgebaut. Selbst wahre Könner halten sich daran, denn jede Abweichung davon birgt zahlreiche Gefahren für die Geschichte in sich. Ich empfehle, Kurzgeschichten grundsätzlich immer in dieser Struktur aufzubauen.

Auch die innere Struktur einer Kurzgeschichte ist prinzipiell die eines Dreiakters. Bauen Sie deshalb auch jede Szene in dieser Struktur auf. Leiten Sie die Szene ein, geben Sie ihr einen Hauptteil und einen Schluss. Dabei sollten die Szenen aufeinander aufbauen, jede sollte sich in Bezug auf ihren Vorgänger steigern und beim Leser Neugier auf die nächste Szene wecken. Der Aufbau ist dabei sehr dicht und jedes Wort bringt die Geschichte voran. Alles steigert sich bis zur Auflösung. In dieser überrumpeln Sie den Leser dann mit der vorbereiteten Überraschung. Und vergessen Sie nie: Alles muss folgerichtig und schlüssig sein.