Wie alles in der Kurzgeschichte ist auch der Beginn vor allem eines: kurz, dicht und gedrängt. Inhaltlich liefert er als erster Akt die nötigsten Informationen. Aber bitte kurz.

Wwelche Informationen für das Verständnis des Lesers unbedingt nötig sind, entscheidet das Genre und natürlich Sie als Schriftsteller. Sie müssen auch nicht unbedingt alle dieser Informationen in den Beginn Ihrer Geschichte packen. Es kann durchaus reizvoll sein, manches davon erst später zu enthüllen, sofern Sie den Leser dadurch nicht über Gebühr verwirren. Das Wichtigste ist allerdings, und deshalb möchte ich es noch einmal betonen, dass Sie sich kurz fassen. Lange und weitschweifige Einleitungen funktionieren im Roman, dort sind sie schlimmstenfalls ein Schönheitsfehler. In der Kurzgeschichte sind sie eine Katastrophe, die selbst die beste Geschichte zunichte machen kann und dies auch tut.

Was generell für die Kurzgeschichte gilt, ist für den Beginn ganz besonders wichtig. Kommen Sie auf den Punkt und schweifen Sie nicht ab. Jedes Wort zählt. Mit jeder Information, die für die Geschichte nicht sinnvoll und notwendig ist, verschwenden Sie Worte.