Viele potenzielle Kunden machen sich Gedanken darüber, ob sich ihr Buch überhaupt veröffentlichen lässt. Das ist meiner Meinung nach ein guter Ansatz. Viele von ihnen fokussieren diese Gedanken aber darauf, ob der potenzielle Ghostwriter das Buch so schreiben kann, dass es sich veröffentlichen lässt. Das ist meiner Meinung nach ein weniger guter Ansatz. Auf die Inhalte kommt es an.

Hhervorragende Inhalte und tolle Geschichten lassen sich verkaufen, auch wenn sie nur mittelmäßig geschrieben sind. Schlechte Inhalte beziehungsweise Geschichten haben es dabei erheblich schwerer, selbst wenn sie noch so genial geschrieben sein mögen. Man kann nicht jeden beliebigen Mist zu einem erfolgreichen Buch schreiben. Leider scheint dieser Irrglaube recht weit verbreitet zu sein. Ein Ghostwriter nimmt dem Autor sehr, sehr viel Arbeit ab, unterstützt ihn mit viel Erfahrung und gekonnter Umsetzung des schriftstellerischen Handwerks. Er kann jedoch nicht Scheiße in Gold verwandeln.

An erster Stelle stehen deshalb die Inhalte eines Buches, erst dann deren Umsetzung. Bücher sind dann erfolgreich, wenn sie den Nerv der Zeit treffen oder sonst auf irgendeine Weise ein Bedürfnis bei der Leserschaft stillen. Dafür gibt es weder ein Geheimrezept noch einen Trick, erfolgreiche Autoren waren stets mit der richtigen Idee zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. So einfach ist das. So einfach und zugleich so unglaublich schwer.

Die Autoren sehr erfolgreicher Bücher sind meistens die ersten, die ein solches Bedürfnis bei den Lesern mehr oder weniger zufällig entdecken. Alle anderen sind dann nur noch Trittbrettfahrer und nur mäßig, wenn überhaupt, erfolgreich. Während die Autoren sehr erfolgreicher Bücher oft noch ein Risiko eingingen, denn zu dem Zeitpunkt, als sie diese schrieben, konnte noch keiner sagen ob es wirklich funktionieren würde, legen sich die Trittbrettfahrer in ein gemachtes Nest.

Eines meiner Lieblingsbeispiele dafür ist immer noch „Shades of Grey“ von E. L. James, obwohl das Buch nicht von Anfang an ein Erfolg war. Erst veröffentlichte die Autorin ihre Geschichten im Internet, entschied sich dann für einen Eigenverlag und erst dann schlug das Ding ein wie eine Bombe. Sie hat damit einen Nerv ihrer Zeit getroffen und war mit ihrer Geschichte zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Das Buch selbst ist nicht besser oder schlechter geschrieben wie Tausende andere auch – die Geschichte selbst war es, die diesen unglaublichen Erfolg ausgelöst hat.

Inzwischen gibt es zahllose Nachahmer und Trittbrettfahrer, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Sie schlagen mit ihren Geschichten in die selbe Kerbe und versuchen dieses erfolgversprechende „Grey“ im Titel oder in ihrem Pseudonym unterzubringen. Alles nur mittelmäßiger Abklatsch mit mäßigem Erfolg. Es kann durchaus sein, dass aus schriftstellerischer Sicht einer dieser Nachahmer sein Handwerk besser beherrscht als die Autorin des Originals, doch es ist und bleibt ein Abklatsch und jeder Leser weiß das.

Wenn Sie als potenzieller Autor also Ihr Buch hinterfragen, dann richten Sie Ihr Hauptaugenmerk auf Ihre Inhalte. Fragen Sie sich, ob Sie damit eine eigene Leserschaft finden können und ob das Thema wirklich auf ein Interesse stößt, dass über einige wenige Leser hinaus geht. Erst dann sollten Sie sich Gedanken über die schriftstellerische Umsetzung machen. Ein Buch kann noch so schön geschrieben sein, wenn es keinen interessiert, dann bleibt es ein Schuss in den Ofen.

Sie benötigen Unterstützung bei Ihrem Buchprojekt? Nähere Informationen zu meinem Angebot als Ghostwriter finden Sie auf www.stefanpeter.at. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf.